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Laser in situ Keratomileusis (LASIK)

Dr. Liekfeld bei einer LASIK-OP

Im Gegensatz zur PRK oder LASEK wird bei der LASIK die oberste Schicht der Hornhaut, das so genannte Epithel, nicht abgetragen oder abgelöst. Um das darunter liegende Hornhautgewebe mit dem Laser modellieren zu können, wird zunächst mit einem mikrochirurgischen Hobelmesserchen, dem Mikrokeratom, ein dünnes Deckelchen der Hornhaut teilweise abgetrennt. Dieses Deckelchen, auch Flap genannt, kann ähnlich einem Buchdeckel zurückgeklappt und nach der Laserung auf die Hornhaut zurückgelegt werden. Zuvor wird das Innere der Hornhaut, das so genannte Stroma, mit dem Ecimerlaser behandelt. Das Hornhaut-Deckelchen saugt sich nach kurzer Zeit auf der gelaserten Hornhautschicht an. Ein festes Verwachsen kann jedoch Wochen bis Monate in Anspruch nehmen.

Femto-LASIK

Bei der Femto-LASIK kommt neben dem Excimer-Laser der Femtosekundenlaser zum Einsatz. Der Femtosekundenlaser ersetzt das bisher verwendete Mikrokeratom, um den Flap (Hornhautlamelle) zu präparieren. Bei der Femto-LASIK wird mit Hilfe des Femto-Sekundenlaser eine homogene, gleichmäßig dicke Hornhautlamelle mit exakt reproduzierbarem Durchmesser erzeugt. Während bei den üblichen Mikrokeratomen Schwankungen der Lamellendicke von ~25-30 µm die Regel sind, erzeugt der Laserschnitt mit dem Femto-Sekundenlaser eine Lamelle mit einer Toleranz von lediglich ~5 µm.

Mittlerweile ist die Lasik-Operation mittels Femto-Laser hinsichtlich Qualität gültiger Standard. Das Mikrokeratom wird nur noch selten eingesetzt.

Photorefraktive Keratektomie (PRK)

Die PRK stellt im Vergleich zur LASIK das ältere, jedoch keineswegs veraltete Verfahren dar. Die PRK wird angewandt zur Korrektur von Myopien bis ca -5 dpt, geringgradigen Hyperopien und Astigmatismen. Bei höhergradigen Fehlsichtigkeiten steigt bei der PRK die Komplikationsrate an, so dass sie dort nicht eingesetzt wird. Bei geringen und mittelgradigen Fehlsichtigkeiten stellt die PRK ein sehr zuverlässiges und komplitaktionsarmes Verfahren dar.

Bei der PRK wir zunächst die oberste Schicht der Hornhaut, das so genannte Epithel, entfernt. Danach wird mittels Excimerlaser das Zentrum der Hornhaut so modelliert, dass die Fehlsichtigkeit ausgeglichen ist. Nach der Behandlung bildet sich das Epithel von den Rändern her neu und bedeckt die oberflächliche Wunde nach wenigen Tagen.

Vorteile der PRK gegenüber der LASIK sind ihre einfache und bereits langjährig erprobte Durchführbarkeit. Die Stabilität der Hornhaut bleibt durch den nur sehr geringen Abtrag gewährleistet. Durch den nicht vorhadenen Flap gibt es keinerlei Probleme mit möglichen Flapkomplikationen.

Nachteile bestehen in der langsameren Heilung und den vermehrten Schmerzen nach der Behandlung. Zur besseren Heilung wird meist für 4 Tage eine Kontaktlinse ohne Stärke aufgesetzt. Die Sehfähigkeit ist zunächst reduziert und eine Fahrtauglichkeit ist in der Regel erst nach ca 1 Woche gegeben. Ein Risiko besteht bei starker Vernarbungstendenz, so dass über mehrere Wochen entsprechend Augentropfen verabreicht werden.

 

Bei der Trans-PRK als morderne Variante der PRK wird das Epithel einfach und komfortabel in einem Schritt mit dem Laserabtrag entfernt. Augrund der kleineren Wundfläche wird eine schnellere Heilung erreicht.

Laser Epithelial Keratomileusis (LASEK)

Die PRK wird heute auch gerne modifiziert als so genannte LASEK angewandt. Der Unterschied zwischen der PRK und LASEK besteht darin, dass bei der LASEK die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, nicht entfernt wird, sondern vorsichtig mit einer alkoholischen Lösung abgelöst, beiseite geschoben und nach der Laserung wieder über die Wundfläche gelegt wird.

Wellenfrontgestützte Behandlung

Während das Abtragungsprofil bei der Standardbehandlung nur sphärisch oder zylindrisch sein kann, ermöglicht die wellenfrontgestützte Behandlung die zusätzliche Korrektur von Abweichungen des optischen System, die mit einer Brille nicht mehr ausgeglichen werden können.

Der Abbildungsfehler des Auges wird dabei mit Hilfe eines Wellenfront-Sensors ermittelt. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen in der besseren Vorhersagbarkeit der Behandlungsergebnisse sowie der deutlich besseren Sehfähigkeit auch unter Dämmerungsbedingungen.

Topographie-gestützte Behandlung

Die asphärische Laserbehandlung basiert auf einer Kombination von subjektiver Refraktion und einer topographischen Oberflächenaufnahme der Hornhaut. Bei der Hornhauttopographie wird die Hornhaut mit einem weißen Lichtstrahl abgetastet. Dadurch werden die Krümmungsradien und Erhobenheiten der Hornhaut der Hornhautvorderfläche und der Hornhautrückfläche präzise gemessen. Es entsteht so eine dreidimensionale Landkarte der Hornhaut. Diese liefert zusätzliche Daten eine 'maßgeschneiderte' Laserbehandlung.